Thomas Vaucher

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Review Heavy Metal Nation VIII - True As Steel

trespass.ch
Normalerweise bietet HMN eigentlich DEN Überblick über die Schweizer Metal Szene. Die achte Ausgabe der Compilation allerdings ist gleichzeitig eine Hommage ans True as Steel Festival, das seinen fünften Geburtstag feiert. Dass man das Medium CD nutzt, um die Schweizer Langhaar-Freunde auch mal an ein Konzert zu locken, ist übrigens eine frappante Idee. Metal mag als Musik vorwärts kommen, aber live sieht es leider oft noch etwas anders aus. Nun kam ich auf die Idee - vielleicht wegen Lordi oder weil ich ansonsten die Hoffnung aufgegeben habe, mal "Switzerland, 12 points" zu hören - die Beurteilung à la ESC-Jury aufzuziehen. Ich bitte um Verständnis, das ich des Platzes wegen beim Punktesystem etwas ändere. Ein Punkt geht an In your Face fürs Zäuseln und ihren knackigen "Fireraiser". Zwei Punkte werden verliehen an Hotroad für ihre Angst vor dem Unbekannten ("The Fear of the Unknown"), wovon mindestens ein Punkt aufs Konto des Gitarrensolos geht - hoch, schnell und einfach geil. Vier Punkte gibt's fürs Joint Venture von Atlas und Axis. Ihr nächtlicher Spaziergang ("March of the Night") würde genauso gut auf den Soundtrack von "Queen of the Damned" passen. Sechs Punkte verleihe ich Endoreas und dem Tanz der Giganten ("Dance of the Giants"). Vor allem die eröffnenden Panflöten haben es mir angetan. Der Song erinnert an eine Metal-Version von Shakespeare's Mittsommernachtstraum. Acht Punkte heimsen Invisible Mirror für die Umarmung der Nacht ein ("Embrace the Night"). Vor allem der Basston und die plärrende Stimme wissen zu überzeugen. Zehn Punkte holen sich Dawnless bei denen sogar der Planet ins Träumen gerät ("The Planet's Dream"). Denn mit so einem Anfang muss man einfach in die Kränze kommen. Dazu packt einen die Stimme sofort. Das Bild in mir entspricht etwa meiner Vorstellung von Merlin, der vor einem brodelnden Topf steht und einen Zaubertrank braut. Und schliesslich heisst es: Emerald, twelve points! Im Hexenturm ("The Witches Tower") herrscht Tempofestigkeit und - entgegen der Stimmung im Song - totale Begeisterung über das Hin- und Herwogen des Stücks. Nun erstaunt uns dies nicht weiter - Emerald ist schon länger einer der (vielen) Geheimtipps der Hard'nHeavy-Szene... - Vielleicht haben sie aber auch nur wegen dem dreckigen Lachen am Ende des Songs abgeräumt ;-)
Monty